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Karlotta
14.07.2020 21:02:14
Hallo Hermine,

ich habe Dein Buch gelesen.
Mir fehlen Worte, um zu beschreiben, was ich empfinde.
Sollten sie noch auftauchen, melde ich mich wieder.
Aber: Danke!
Ich glaub, ich muss es noch einmal lesen, um mich zu verstehen.
Herzliche Grüße von mir!
Ferdinand Lieblich
26.04.2020 18:24:03
Hallo Lieber Erhard,
Danke für deine Antwort und deine Worte zu meinem Brief ans Leben.
Was hast du gemeint mit der Selbstoptimierung?
Deine Anmerkung zu „..Kapital drängt die Politik…“ sehe ich genauso!
Wie kann ein neuer Bildungskanon aussehen?
Die freie Entfaltung beim Tun auch zu Fehlern stehen. Schüler untereinander lernen lassen in kleineren Gruppen, Neugier befeuern, das Leben im hier und jetzt wäre als Unterrichtsfach wünschenswert. Der Wert eines Schulfachs braucht nicht an irgendeine Leistungsorientierung gebunden sein. Wir könnten ja auch einfach die Schüler fragen. Eine neue Lehrerbildung, die damit umzugehen versteht, nicht nur der Verstand ist wichtig auch das Herz, sprich die Herzensbildung ist ein Anliegen von mir!
„Emotionale Intelligenz wird immer wichtiger, wie kann sie sich entwickeln?“
Die Förderung der Persönlichkeit, mit der Herzensbildung kombiniert, hin zu Eigenverantwortung und was diese bedeutet. Selbstbetrachtung anstatt Selbstoptimierung?


Liebe Grüße Ferdinand
Hermine
26.04.2020 17:05:58
Nun zu Deinen Zeilen, lieber Erhard:
"Freiheit des Einzelnen hat dort seine Grenzen, wo sie Rechte anderer Menschen beeinflusst."
Was sind die Rechte anderer Menschen? Woher kann ich wissen, was ein anderer Mensch benötigt, wo ich an seine eigenen Grenzen stoße?
Er muss es artikulieren. Aber darf er meine Grenzen einschränken? Kann ein Mensch erwarten, dass sich jeder andere nach seinen Grenzen richtet?
Ich möchte klarstellen, dass ich Gewalt, körperliche und die in Wort und Schrift ablehne. Ich glaube, dass wir nicht über diese Grenzen reden.
Aber ich kann niemandem vorschreiben wie er sein Leben gestalten darf. Darin ist er vollkommen frei. Er ist frei zu entscheiden wie und wo er wohnen möchte, was er tut und lässt, was er sagt und wie. Sollte er mit seinem Handeln die Grenzen eines anderen Menschen verletzen, muss er mit Konsequenzen rechnen.
Aber ist es richtig, die gesamte Menschheit über einen langen Zeitraum einzusperren, nur um Krankheit oder Tod zu verhindern? Ist es richtig allen Menschen Masken zu verordnen, von denen nicht einmal sicher ist, ob sie auch wirken?
Und wie steht es mit unserer Angst? Erschaffen wir mit den Masken nicht Angst vor den Menschen, weil wir irgendwann glauben, dass jeder ein potenzieller Virenträger ist? Sehen wir ihn dann nicht mehr als Mitmensch sondern als Gefahr? Ist dann nicht Angst die eigentliche Gefahr?
Warum erschaffen wir Apparate, mit denen wir Menschen künstlich beatmen können? Warum erfinden wir Herz-Lungen-Maschinen?
Können wir geleibte Menschen nicht loslassen? Wollen wir verhindern, dass Traurigkeit in uns einzieht?
Warum nehmen wir das Leben nicht so an, wie es ist, mit all seinen Gegebenheiten?

Herzlichst
Hermine
Hermine
26.04.2020 16:44:00
Lieber Erhard,
zuerst bedanke ich mich für Deine Zeilen. Und das aus vollstem Herzen.
Du hast einen großen Wunsch oder eher ein Anliegen von mir in die Tat umgesetzt. Dieser Raum hier auf der Seite ist genau dafür gedacht: Gespräche zu führen, Meinungen auszutauschen.
Danke!
Ich lasse diesen Dank separat stehen und antworte auf
Deine Zeilen separat.
Herzlichst Hermine
Erhard Doll
26.04.2020 13:02:27
Lieber Ferdinand, ich habe auch Deinen Brief gelesen.
Ja, "Die Würde des Menschen ist unantastbar." dies gilt auch für die jetzige Zeit. Natürlich wird sich auch erst in der Zukunft herausstellen, ob die gtroffenen Maßnahmen notwendig und berechtigt waren. Politiker und Wissenschaftler stehen vor Herausforderungen, die es so noch nicht gab. Fragen des Menschseins treten mehr denn je in den Mittelpunkt unseres Denkens und Fühlens.
Dies wird noch nicht von allen erkannt. Das Kapital drängt Politik und Wissenschaft zum Handeln in seinem Sinne. Dieses kann aber nicht so sein wie vor der Pandemie. Es gilt Wachstum neu zu definieren. Die Erde braucht uns nicht, wir aber die Erde. Das viele geld, welches jetzt plötzlich da ist, zeigt uns, dass eine umweltgemäßere Politik auf der Grundlage der Wissenschaft vor der Pandemie möglich gewesen ist. Für mich steht fest, solange Lobbyisten im Hintergrund der Politik am wirken sind, kann es keine Umkehr im kapitalistischen System geben. Wir brauchen keine Überlegungen, wie man den Kauf neuer Autos ankurbelt, besser wären Gedanken dazu, wie man die Wirtschaft nutzt, um umweltgerechter zu agieren. Arbeit hätten wir hier genug.
Überlegungen zur weiteren Gestaltung der Bildung für die junge Generation wären notwendig. Wie kann ein neuer Bildungskanon aussehen? Ist Schule mit der heutigen Leistungsorientierung noch sinnvoll? Emotionale Intelligenz wird immer wichtiger, wie kann sie sich entwickeln?
Du erwähnst in Deinem Brief Schweden als Beispiel für ein anderes Handeln in dieser Krise. Im Moment sieht es so aus, dass die ausbreitung des Virus zugenommen hat und auch die Todesfälle, wobei dieser Fakt mit Vorsicht zu bewerten ist. Dei menschen dort werden jetzt kritischer der entstandenen Situation gegenüber.
Persönliche Freiheit ist ein hohes Gut, welches aber immer in einen gesamtgesellschaftliche­n Kontext gestellt werden muss. Der gegenwärtige Drang nach ständiger "Selbstoptimierung" ist für mich nicht sinnvoll.
Der Platz wird wieder knapp, ich grüße Dich ganz herzlich.
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