Gedichte


Bilder einer Ausstellung

Ich schlendre durch Räume
gedämpftes Licht birgt Träume.
Bleibe stehen, schreite weiter
hier traurig, dort heiter.

Betrachte nicht den Pinselstrich
lass mich berühren innerlich.
Verweile vor manchem Werk
fühle mich gleich einem Zwerg.

Halte inne, möchte nicht mehr gehen
Wünsche für immer hier zu stehen.
Wurde es gemalt allein für mich?
Von einer Seele, die fühlt wie ich.

In Gedanken rolle ich mich ein
wünsche mir, für immer hier zu sein.
Was ich sehe und was in mir ist
gleichen sich und ich weiß, wer du bist.

Du bist Künstler wie auch ich
kleidest in Farben deine Sicht.
Begegnen uns vor deinen Bildern
meine Worte sie beschildern.

Momente, sie lassen mich schmecken
meine Gefühle neu entdecken.
Lassen Musik in mir erklingen
inspirieren mich zum Singen.

Deine Werke führen zurück zu mir
öffnen in mir eine Tür.
Die verschlossen blieb zum Augenblick
nun steht sie offen, schwingt nicht zurück.

Hermine P. May

Verschlossenes Herz

Wohl der heftigste Schmerz,
ein verschlossenes Herz.
Ohne Liebe schlägt es dahin
ihm fehlen Ziel und Sinn.

Kraft und Mut
dem, der Gutes tut.
Voller Liebe und Zuversicht
bis das Schloss zerbricht.

Spreng sämtliche Ketten
lass aufspringen die Tür
dann liegt er nicht verborgen,
der Weg zu dir.

Hermine P. May