Lebendigkeit

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 Herzlichst Hermine und Reinhold

 

 


29.07.2021

Reinhold auf Tour

Reinhold auf Tour.jpgSchwebe auf Wolke sieben oder so. Mein Telefon findet meine Hand und der rechte Zeigefinger tippt die Nummer der Agentur. Ein Rascheln kündigt den Empfang an, doch es meldet sich eine mir unbekannte Stimme mit Marianne. Bin verwirrt, stottere wie: “Wo ist Friederike, wo ist sie?” Der Ton der Dame wird weich und zart. “Sie ist zu Hause, hat sich krank gemeldet!” Mein Schlucken ist bis in die Firma zu hören. “Haben sie bitte ihre Nummer oder Adresse?” “Die darf ich nicht rausgeben, Datenschutz.” “Welche Alternative gibt es bitte?” “Tja, wenn sie einen triftigen Grund wegen Terminangelegenheiten haben die Friederike mit ihnen vereinbart hat, das würde gehen!” “Habe ich, es geht um den erweiterten Termin in Schweden von vorgestern.” “Ich rufe sie an, Moment bitte.” Meine Hände verkrampfen sich, meine Lippen pressen sich aufeinander doch, ich bemerke nichts. “Hallo Reinhold Wagner, sie ist einverstanden, die Telefonnummer lautet…. viel Glück!  Ich drücke beide Daumen!” “Dankeschön, vielen Dank!” Im Taxi gebe ich mich ihrer Stimme hin. “Hallo Friederike, ich bin’s, darf ich zu dir kommen, mit dir reden?” “Ja, komm! Die Adresse ist ….. „ Taxi hält am nächsten Blumenladen. Ein großer Strauß Rosen wechselt den Besitzer. An der Haustür Nummer 7 sammele ich mich und meine Gedanken. “Reinhold, schön das du hier bist! Was ist mit dem Termin?” “Oh, den macht der Manfred, ich bin gekommen weil ich dich Liebe!” Wie aus der Pistole geschossen denke ich. Meine Hand streicht über meinen Hals, als wäre mir der Hemdkragen zu eng. Die Rosen wechseln wieder den Besitzer, Augen schauen mich prüfend an. Ja, ich fühle mich etwas unsicher. Etwas? Puh. “Ich freue mich das du hier bist, komm bitte rein in die gute Stube.” “Darf ich dich umarmen?” “Gerne.” „Hör mal, ich war ein Esel. Habe in einer schwachen Minute nicht auf das Stimmchen in mir gehört. Ich könnte mir sonst wohin beißen.” “Was sagte das Stimmchen?” “Friederike, Friederike immerzu!” Habe es verdrängt und Dummheiten gemacht, nicht richtig hingehört und das bereue ich sehr. Bitte verzeih mir!” Zärtliche Augen schauen mich an, Mensch was für Augen. “Ich habe dir nichts zu verzeihen, denn du bist ein freier Mensch.” “Ja aber verstehst du nicht, nach unserem Telefonat genau da war dieses Stimmchen in mir.” “Wenn’s dir wichtig ist, verzeihe ich dir, ich liebe auch dich lieber Reinhold.” Meine Arme legen sich behutsam um ihren Körper. Unsere Lippen finden zueinander. Und noch heute wo ich das nochmals lese lächele ich vor Freude über dieses Leben und diese Liebe zu Friederike und mir.                                                         

Ferdinand Lieblich - 15:19:46 @ Auf der Straße des Lebens | Kommentar hinzufügen