Lebendigkeit

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 Herzlichst Hermine und Reinhold

 

 


30.07.2021

Erkenntnis

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Erkenntnis

„Ich dachte mir das.“ - Wirklich? In mir macht sich Leere breit. „Es ist in Ordnung“, schreibe ich. „Freundschaft ist schön, gut und kostbar! Dies ist für mich wichtig auch als Erfahrung! Ich umarme auch dich liebe Hermine! Herzliche und liebe Grüße Ferdinand!“

Gehe niedergeschlagen ins Bett und die Wahrheit mit! Diese Nachricht arbeitet in mir, alles ist still! Weder Gedanken noch Gefühle erreichen mein Bewusstsein. Tja, das war`s dann! Ich erwache in der Nacht, gehe zum Handy, folge meiner inneren Eingebung. Sende Bilder von Fuerteventura! Fühle mich wie unter Trance. Stehe ich neben mir? Bin ich noch ich selbst? Was soll mir das bringen? Kann ich mich ihr gegenüber öffnen und ihr meine Liebe gestehen, einfach so?

***

Frühstück und Handy ansehen ist mir zur Gewohnheit geworden. Jaaa, da kommt die Antwort!

„Danke, für die schönen Bilder! Ich wünsche dir einen tollen Tag und drück dich nochmals herzlich. Hermine!“

„Auch dir wünsche ich einen tollen Tag und alles Liebe!“               

Aber in mir brodelt es, Freundschaft? Mensch Ferdinand, reicht mir das? Kann ich das wirklich ertragen? Will ich einfach so aufgeben? Neinnn, verdammt nochmal, ich will dran bleiben, für diese Liebe kämpfen! Doch im Moment fällt mir nichts weiter ein, mein Gott, warum fällt mir nichts ein? Ein Geistesblitz, Eingebung im selben Augenblick und ich sende ein Video von den Delphinen.

„Ich spüre meine Sehnsucht, lieber Ferdinand, diese Erlebnisse kann einem niemand mehr nehmen, stimmt`s? Ich freue mich mit dir.“

„Das bedeutet mir viel, danke!“ Fühle mich erleichtert. Ist das genug? Wo will ich hin mit mir? Ich könnte aus mir raus springen!

„Traumhaft! Am liebsten würde ich rein springen und mit den Delphinen schwimmen. Ich glaube, dass ich in einem früheren Leben ein Fisch war.“

„In mir kam auch der Gedanke reinzuspringen, habe mich nicht getraut!“ Am nächsten Morgen, kommt die Nachricht von Hermine. Sie ist zeitig aufgestanden!

„Ich habe mir das Video schon zweimal angesehen. Tolle Tiere.“

Den Tag verbringe ich zwischen Hochgefühlen und Normalität! Dies ist für mich etwas Neues. Ich lebe von Nachricht zu Nachricht und jede einzelne richtet mich auf und lässt mich erkennen, welche Freude dies in mir hervorruft.

Später gehe ich ins Bett mit einem mulmigen Gefühl, denn ich weiß, dass ich nur die zweite Wahl bin. Gut für schöne Gespräche! Soll ich mich damit zufrieden geben? Ist das mein zukünftiges Leben? Und ich, welche Rolle oder Stelle nehme ich selbst in meinem eigenen Leben ein? Fragen über Fragen!

„Lieber Ferdinand, wie oder wodurch kam es eigentlich zur Trennung von deiner Frau? Die Antwort steht dir frei.“

„Nach einiger Zeit habe ich erkannt, dass keine Liebe in mir war. Die Zeit danach war geprägt von Wut, Ärger, Scham und Angst in jeder Form.“

„Ich danke dir für deine Offenheit! Gleichzeitig freue ich mich darüber, dass es dir damit gut geht und du zurück schauen kannst. Ich freue mich wirklich sehr! Und wie lange ist eure Trennung her? Meine Trennung verlief nicht ganz so reibungslos. Daher Pflege ich auch keinen Kontakt mehr zu meinem damaligen Ehemann!

„Die Trennung ist schon ein paar Jahre her. Habe auch keinen Kontakt mehr!“

***

Ich gehe ins Bett, schlafe mit den Gedanken an Hermine ein! Tief und fest ist mein Schlaf. Erwache, Erster Blick: Handy!!!!

„Lieber Ferdinand, warst du jemals in Kriegsgebieten eingesetzt? Liebe Grüße  und einen schönen dritten Advent! Hermine!“

„Nein, wie kommst du darauf?“

„Hattest du nicht gesagt, dass du als Fallschirmspringer bei der Bundeswehr warst? Habe ich etwas falsch verstanden?“

„Nein ich war in keinem Kriegsgebiet im Einsatz!“

Ich sende Bilder von mir als Fallschirmspringer.

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„Die Fotos zeigen, dass es wohl doch länger her ist, oder?“

„Na ja, ein bisschen!“ Lacher in mir….

    „Lieber Ferdinand, was war seit 1997? Und wonach suchst du? Oder was möchtest du vom Leben?“

„Ich hatte eine Lebensgefährtin auf Zeit. Zusammen hatten wir ein paar schöne Momente. Ich bin gegangen, als ich merkte, dass es einseitig war. Ich hatte mich für die Liebe entschieden! Ich suche eine Frau für die liebe und ein Miteinander.“ Bleibe noch etwas nachdenklich sitzen und lasse das Geschriebene vor meinen Augen vorüberziehen!

Was genau sagt mir das alles?

Einen Gutenachtgruß, einen vorüberziehenden Stern sende ich. 

„Schön oder? Bei mir kam deine Sternschnuppe im selben Augenblick an, in dem ich mein ‚Schlaf gut‘ an dich schickte…“

„Ja! Manchmal sehe ich dich noch am Krater stehen.“

Erwache mit Freude auf den Tag! Alle Rollläden ziehe ich hoch und schaue auf das Wetter, den Himmel und den Leuten die vorübergehen, winke ich zu. Dann zum Handy!

„Lieber Ferdinand, den Satz, von dir: ‚Zu fühlen ist wunderbar… möchte ich am liebsten an den Kirchturm sprühen. Das war der Satz des Tages. Liebe Grüße Hermine!“

  „Ich sende dir zum Sprühen den Turm!“

  IMG-20181207-WA0011.jpg „Das ist ja lieb, dass du mir das schickst. Ich mag diese Steintürmchen, nur der Satz passt dort nicht drauf.“
„Na, dann baue ich dir einen größeren!“
„Du bringst mich zum Lachen!“
„ Ich liebe es wenn du lachst! Kannst du mit deinem Mann für den du dich entschieden hast auch so Freude empfinden?“
„Das Problem ist, dass ich euch beide sehr mag…“
Ich bin Enttäuscht! Wieder so eine Geschichte!
Wieder nichts für mich. Ist das meine Rolle im Leben?
„Lass uns Freunde sein!“ Geht’s noch, was tue ich? Was geht ab in mir? In mir macht sich Mutlosigkeit breit, was soll das, ist das jetzt das Richtige?
„Es wäre sehr schön, wenn du dies kannst. Ich würde mich freuen, wenn diese Freundschaft bleiben könnte.“
„Ich denke, ich kann das!  Wir sind wohl etwas auseinander, Geistig und mit dem Herzen sehr eng miteinander.“
„Ja, so ist es wohl. Wunderbar wie du es in Worte fassen kannst.“
Was geht in mir vor? Ich habe das Gefühl nur zu reagieren. Was bewegt mich? So gehe ich schlafen. Es ist eine Traumlose Nacht. Aufstehen und nach dem Handy sehen. Hierbei empfinde ich Freude und gleichzeitig Zerrissenheit! Noch kann ich es nicht einordnen!                                           

Ferdinand Lieblich - 15:32:57 @ Am Ende sind wir alle nackt | Kommentar hinzufügen

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