Lebendigkeit

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 Herzlichst Hermine und Reinhold

 

 


20.09.2021

Liebe leben.

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Liebe Leben.

„Lieber Ferdinand, ich weiß jetzt, dass ich schon längere Zeit Freundschaften zu Männern „suche. Ich finde sie auch immer wieder. Mein Herz öffnet sich ihnen gegenüber leichter als bei Frauen und ich lerne mich durch Menschen wie dich besser kennen. Es ist schön, dass es dich gibt! Geht’s dir gut? Wie verbringst du die Feiertage?“

„Es geht mir gut, bin eingeladen und wie verbringst du die Tage?“

„Meine Familie kommt, wir feiern und schlagen uns die Bäuche voll. Spielen Karten und so weiter.“

„Ich bin ebenfalls bei meiner Familie oder das was noch übrig ist, eingeladen. Vor dem Baum sitzen, mit den Kinder singen, spielen und Essen.“

„Vorgestern hast du den Nagel auf den Kopf getroffen, deine Worte, dass wir körperlich etwas auseinander sind, geistig und mit dem Herzen eng beieinander, entspricht so was von Wahrheit, dass ich heute noch verblüfft darüber bin. Es ist so schön wie du deine Gefühle klar benenne kannst. Bei mir herrscht da oft ein Chaos. Meine Gefühle treiben mich wie Wellen vor sich her.“

„Irgendwie ist es bei mir anders!“ Aber was und wie? Mmmhh…frage ich mich,

habe ich geträumt? Bin ich mir bewusst was vorgeht? Es ist das Verrückteste was ich je erlebt habe!”

„Deine Worte haben mir sehr geholfen. Ich habe dieses tiefe Gefühl in meinem Herzen noch nie so alleinstehend erleben dürfen. Jemanden gern haben, dass ja. Aber so wie ich für dich empfinde war es noch nie in meinem Leben. Gleichzeitig scheint es sich immer tiefer „einzunisten. Dieses Leben ist das Verrückteste, was ich je gemacht habe.“     
„Ja, es ist kostbar! Ich danke dir und wünsche dir alles Liebe zu deinem weiteren Leben! Es ist schön wenn die Seele es tut! Es geht von Herz zu Herz und das berührt ganz tief und fein, leicht, unendlich zart! Es erfreut uns, wir sind glücklich darüber!“  Wieder sowas, was ist los? Gedanken an Abschied, ja dann ist es wohl vorbei! Das war`s dann! Was kommt dann?

„Danke! Es liest sich fast wie ein Abschied. Ist es so gemeint?“

„Wir sind solange verbunden, wie du es willst! Freundschaft ist kostbar!“  Was sage ich da? Ich stehe wohl neben mir, was soll das?

„Gut, dann habe ich das richtig aufgenommen. Danke!“

Mir geht‘s nicht gut, fühle leere und Traurigkeit.  Wieso sage ich nicht die Wahrheit? Was ist die Wahrheit?

„Lieber Ferdinand, ich glaube etwas erkannt zu haben. Kann es sein, dass das, was wir empfinden eine tiefe seelische Verbundenheit ist? Etwas so unglaublich kostbares, dass es mir wie ein Geschenk des Himmels erscheint? Denn wie viele Menschen gibt es in Deutschland, die sich auf einer ähnlichen Stufe befinden? Ich bin unglaublich dankbar für die Begegnung mit dir und dafür, dass du es so schnell erkannt hast auf Fuerteventura.  Ich umarme dich!“

Hermine fährt mit dem Zug in die Hauptstadt, um sich mit einem Tontechniker zu treffen. Sie ist etwas spät deshalb greift sie nach ihrem Handy und wählt seine Nummer.

„Ja, Hallo!“ Es ist Ferdinands Stimme, die sie vernimmt.

Jetzt geschieht alles gleichzeitig. Sie denkt: Wieso ist er am anderen Ende? Wie ist das jetzt geschehen? Und: In meinem Herzen fühle ich, wie ich ihn umarme. Alles im selben Moment. Nichts sortiert. Es ist als geschieht das Leben ohne mein Zutun. Ich füge mich. Habe eh keine Wahl.

„Hallo Ferdinand. Ich habe mich verwählt. Tut mir leid.“

„Nicht schlimm.“

„Ich wünsche dir noch einen schönen Abend. Tschüß!“

„Dir auch. Mach‘s gut.“

Hermine lenkt ihre Gedanken wieder auf das bevorstehende Treffen. Schnell reden wir über das Hörbuch, die Vorgehensweise und wo wir uns mit diesem Projekt einnisten. Gemeinsam schlendern wir über den Weihnachtsmarkt. Alles scheint in Ordnung. Und doch ist da etwas in mir, dass ich nicht benennen kann.

Endlich sitze ich wieder in der S-Bahn. Nehme mein Handy und schreibe eine Nachricht an Ferdinand.

Ich sende derweil ein Video mit dem Inhalt: „Eine Traumhaft schöne Weihnachtszeit wünsche ich dir!

Dazu sende ich meine Festnetznummer!

Hermine versucht es auf der Nummer, jedoch ohne Erfolg.

Die Nummer ist unvollständig, eine Zahl fehlt!

Umgehend sende ich die korrekte!

Zusätzlich ein Giff: „Engel der einen Gruß mit Sternenstaub schickt!

„Danke… mir fehlen die Worte… Nur noch Tränen….  Wie sehr habe ich mir all das die Jahre gewünscht… Schlaf gut. Ich drück dich ganz herzlich.“

„Ich auch! Ich freue mich, dass du`s jetzt erlebst! Ich umarme dich von Herzen!“ Sende ein Video mit schönem Inhalt welches das Herz anspricht!

„Ich möchte zu dir sagen: Zeige mir einfach, dass du mich liebst……“

Sende wieder ein Video bei dem ein kleiner junge zur Weihnachtszeit, ein Mädchen vor der Haustür sieht welches nicht zur christlichen Gemeinschaft gehört. Er geht raus und bittet sie rein. Sie folgt ihm, sieht sich staunend um! Den Weihnachtsbaum geschmückt! Fragt was ist Weihnachten? Der Junge überlegt, umarmt sie zärtlich und sagt zu ihr: „Das ist Weihnachten!“

Dazu schreibe ich für Hermine: „Ich liebe dich!“

„Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben das Gefühl einem Mann meinen Körper wirklich anvertrauen zu können. Ich habe zum ersten Mal das Gefühl, dass da jemand ist, der mich auch einfach nur halten kann. Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben das Gefühl  verstanden zu werden….“

Das Telefongespräch am Abend dauert ca. 3 Stunden. Die Gespräche handeln von Freudigen Dingen bis Glücklich machenden Themen. Sie wirbeln meine Gefühlswelt gehörig durcheinander! Ich weiß gar nicht so richtig wie mir Geschieht.

Telefongespräch

„Guten Morgen lieber Ferdinand, eine Nacht voller Gefühle liegt hinter mir. Noch nie habe ich etwas Ähnliches erlebt. Diese Intensität habe ich nicht einmal erahnen können…….Was fühle ich? Keine Ahnung. Ich weiß nur dass es mich mit sich reist und ich auf irgendwas zu rase. Gleichzeitig weiß ich, dass wir zwei genug sind, um einfach nur miteinander zu sein… Ich liebe, Ferdinand, wie nie zuvor in meinem Leben. Es ist eigentlich nicht in Worte zu fassen. So unglaublich sind diese Gefühle!“

Ich bin sehr beeindruckt von den Worten. Sie berühren mich ganz tief, lassen mein Herz höher schlagen….. ich fühle wie es hin und her geht. Geistig wie im Herzen fühle ich, zum ersten Mal in meinem Leben ein miteinander. Dies ist ein so starkes Gefühl, dass es mich auf den Stuhl presst auf dem ich sitze. Zu keiner Bewegung bin ich in diesem Moment fähig, habe sowas noch nicht erlebt.
Jetzt habe ich etwas zu klären. Manchmal fühle ich mich wie ein Punchingball. Ich liebe dich mit allem was ich bin.“

„Und ich liebe dich mit allem was ich bin, ich liebe dich mit allem was ich fühle und bin, ich liebe dich genauso wie du bist, genauso! Ich freue mich! Auch ich habe noch etwas zu klären! Ich umarme dich!“

„Lieber Ferdinand, lass mich bitte zuerst klären. Ich muss noch einmal in mich gehen. Diese Gefühle zerreißen mich fast, haben mir den Boden unter den Füßen weggerissen. Du hast Recht. Ich muss alles sacken lassen.“
“Ich wünsche dir alles Liebe und mach‘s gut!“
Ich lege auf.

Ferdinand Lieblich - 14:57:36 @ Am Ende sind wir alle nackt | Kommentar hinzufügen

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